
Da fragte Pilatus sie:»Euren König soll ich kreuzigen lassen?«Die führenden Priester antworteten:»Wir haben keinen anderen König als den Kaiser!«
Joh 19,15
»Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre. Deshalb hat der die größere Schuld, der mich dir ausgeliefert hat.«
Joh 19,11
»Doch jetzt ist eure Stunde gekommen, und die Finsternis tritt ihre Herrschaft an.«
Lk 22,53
Lies den ganzen Bibeltext Lk 22,66-71
Stations in the Street 03 – Jesus wird verurteilt
Fragen
- Welche Angst trieb sie an?
Meditation
Hast du je darüber nachgedacht, wie viele biblische Figuren im Gefängnis saßen?
Paulus und Silas, Jeremia, Joseph, Johannes der Täufer, die Apostel, Daniel – nur einige Namen.
Warum wurden sie verhaftet?
War es gerecht? Waren sie skrupellose Kriminelle, oder stießen sie auf etwas Mächtiges, das sich bedroht fühlte?
Auch unsere heutigen Justizsysteme sind nicht unfehlbar.
Falsche Zeugen, manipulierte Beweise, voreilige Urteile.
Wir hören von Menschen, die Jahrzehnte später dank DNA entlastet werden.
Wir sehen politische Geflüchtete, die nach Jahren wieder auftauchen, weil die Mächtigen gewechselt haben.
Selbst in besten Absichten kann Recht zu Unrecht werden.
Jesus nahm die Last dieser Ungerechtigkeit auf sich.
Er wurde verurteilt in einem System, das sich selbst bedroht fühlte.
Falsche Zeugen traten gegen ihn auf.
Als man ihn zu Pilatus brachte, fragte dieser: „Was hat er getan?“
Doch als die Menge „kreuzige ihn!“ rief, bedeutete das:
In wenigen Stunden würden sie zusehen, wie er starb –
nicht auf Bildschirmen, nicht in Stadien, sondern am Straßenrand, während sie ihre alltäglichen Aufgaben erledigten.
Ich glaube an die Fähigkeit des Menschen zu Güte und Mitgefühl.
Doch ich kenne auch unsere Schattenseite, wenn wir als friedfertige Menschen zu kaltblütigem Töten greifen.
Hier ein kleiner Ausschnitt von Jesu „Verbrechen“, oder
Gründe, warum Menschen dem Geschenk Gottes In Jesu Leben entgegenstehen:










